
Foto: TLM
Die Ausbildung der ersten Thüringer Medienscouts wurde Ende Januar erfolgreich abgeschlossen. Jetzt können die frisch ausgebildeten Schülerinnen und Schüler aus Rodeberg, Nordhausen, Erfurt, Floh-Seligenthal und Saalfeld ihr erworbenes Wissen an ihren Schulen weitergeben. In einer intensiven Ausbildungsphase wurden die Medienscouts von der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) gezielt auf ihre Aufgabe vorbereitet. Die Ausbildung umfasste insgesamt sieben Module mit Workshops und Seminaren zu Themen wie Social Media, Datenschutz, Games, Informationskompetenz, Recht im Netz und Cybermobbing. Die praxisorientierten Workshops wurden von erfahrenen Medienpädagoginnen und -pädagogen des Thüringer Medienbildungszentrums der TLM und des Spawnpoint Instituts für Spiel- und Medienkultur e. V. begleitet.
Neben der Vermittlung von Fachwissen wurden auch soziale Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit und Teamarbeit trainiert. Die Medienscouts sind nun in der Lage, selbst Workshops und Projekte für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler zu organisieren und als vertrauensvolle Ansprechpersonen bei Fragen und Problemen zu Medienthemen zur Seite zu stehen. “Jugendliche sprechen die Sprache der Jugendlichen – unsere Medienscouts helfen ihren Mitschülerinnen und Mitschülern auf Augenhöhe, sich in der digitalen Welt zurechtzufinden und geben ihnen das nötige Rüstzeug für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Medien“, erklärt Jochen Fasco, Direktor der TLM.
Das Pilotprojekt “Thüringer Medienscouts“ wurde von der TLM ins Leben gerufen und mit Unterstützung des Landespräventionsrats Thüringen sowie der Techniker Krankenkasse Thüringen durchgeführt. Es markiert den Auftakt für ein langfristig angelegtes Vorhaben. Ziel ist es, landesweit Medienscouts an Thüringer Schulen auszubilden und ein nachhaltiges Netzwerk für digitale Bildung und Prävention zu schaffen. Im kommenden Schuljahr können weitere fünf Schulen das Ausbildungsprogramm durchlaufen. Dieses startet mit einer Fortbildung für Lehrkräfte und Fachkräfte der Schulsozialarbeit, die im Mai 2025 stattfinden wird. www.tlm.de
“Ungeduld des Herzens” gewinnt Hauptpreis
beim Ophüls-Festival
Der Münchener Resgisseur Lauro Cress hat mit seinem Film “Ungeduld des Herzens” den Hauptpreis für den besten Spielfilm beim Festival “Max-Ophüls-Preis” gewonnen.
Das Festival in Saarbrücken steht für die Entdeckung von Film-Talenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
In Cress’ Verfilmung des gleichnamigen Buchs von Stefan Zweig geht es um die Beziehung zwischen einem jungen Soldaten und einer querschnittsgelähmten Frau, die nicht auf Liebe sondern auf Mitleid beruht.
Die Jury, in der unter anderem Game of Thrones-Schauspielerin Sibel Kekilli sitzt, begründete ihre Entscheidung wie folgt: “Mit klassenbewusstem Blick, großer Sensibilität und einem elektrisierenden Schauspielensemble erzählt dieser Film vom Zustand rastloser Sehnsucht, vom Verlust der eigenen Identität und der Angst, nie wirklich eine gehabt zu haben. Gleichzeitig entfaltet er eine stille Hoffnung, die Kräfte freisetzt - auch in uns.”
Als bester Schauspiel-Nachwuchs wurden die beiden Hauptdarsteller aus “Ungeduld des Herzens”, Giulio Brizzi und Ladina von Frisching, ausgezeichnet. Der Preis der Filmkritik für den besten Spielfilm ging an “Rote Sterne überm Feld” von Laura Laabs (Buch und Regie).
Während des einwöchigen Festivals waren 57 Filme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Kategorien Spielfilm, Dokumentarfilm, Mittellanger Film und Kurzfilm ins Rennen gegangen. Dafür wurden insgesamt 19 Auszeichnungen mit einem Preisgeld von knapp 130.000 Euro vergeben. www.sr.de
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