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Webausgabe 2/2025


Foto: © WDR/Annika Fußwinkel

Katrin Vernau ist neue Intendantin des WDR

Katrin Vernau begann zum 1. Januar 2025 ihre Arbeit als neue Intendantin des WDR. Sie übernahm die Leitung des größten ARD-Senders von Tom Buhrow, der das Amt nach elf Jahren und sechs Monaten abgab. Der Rundfunkrat des WDR hatte Katrin Vernau im Juni 2024 gewählt. Ihre Amtszeit endet am 31.12.2030. Katrin Vernau, Dr. rer. pol. (lic. oec. HSG) ist Wirtschaftswissenschaftlerin und war neun Jahre Verwaltungsdirektorin beim WDR.

Katrin Vernau studierte an der Universität St. Gallen und der Columbia University. 2001 promovierte sie an der Universität Potsdam im Bereich Public Management. Sie arbeitete rund zehn Jahre in der Unternehmensberatung, zuletzt als Partnerin bei Roland Berger. Sie war zudem Kanzlerin und Mitglied der Hochschulleitung an den Universitäten Ulm und Hamburg. 2022/2023 übernahm sie für ein Jahr das Amt der Intendantin des rbb. Neben ihrem Beruf engagiert sie sich ehrenamtlich: Sie hat für verschiedene Stiftungen gearbeitet und ist stellvertretende Vorsitzende des Hochschulrats der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Tom Buhrow war seit 1. Juli 2013 Intendant des WDR. Von 2020 bis 2021 sowie von August bis Dezember 2022 war er zudem ARD-Vorsitzender. Der studierte Geschichts- und Politikwissenschaftler und ausgebildete Journalist arbeitete als Reporter, Redakteur und Korrespondent in NRW, Washington und Paris sowie als Moderator der ARD-Tagesthemen. Seit seinem Amtsantritt im WDR hat er zahlreiche Reformen auf den Weg gebracht. So wurden die Programmdirektionen neu geordnet, um Inhalte verstärkt auf die digitale Nutzung auszurichten. Zudem ergriff Buhrow Maßnahmen, um die Kosten im WDR dauerhaft zu senken – dazu gehörte auch der Abbau von 500 Stellen. Während seines Vorsitzes beschloss die ARD eine Priorisierung digitaler Angebote sowie eine stärkere Zusammenarbeit der ARD im Programm in Form von Kompetenzcentern und Pool-Lösungen.

Katrin Vernau: “Ich freue mich sehr, das Steuer an der Spitze des WDR zu übernehmen. Wir sind auf einem guten Kurs – jetzt gilt es, die notwendigen Veränderungen mutig weiterzuführen. Dabei möchte ich noch stärker in den Austausch mit unserem Publikum kommen, vor allem in Nordrhein-Westfalen. Denn bei allem, was wir tun, geht es immer darum, den Menschen glaubwürdigen Journalismus und ein hochwertiges, vielfältiges Programm anzubieten.“

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